Dr. medic. Stefan Dragulescu

Facharzt für Orthopädie, Chirurgie, Chirotherapie,

Sportmedizin und Rettungsmedizin

Ambulante  und stationäre Operationen

Belegabteilung im Stadtkrankenhaus Soest

Wiesenstr.13       59494 Soest Tel.:02921/14026


Orthokinverfahren

Orthokin - die körpereigene Medizin

Bei Orthokin handelt es sich um ein körpereigenes Medikament zur Behandlung von Arthrose und Wirbelsäulen- erkrankungen. Grundgedanke für die Entwicklung dieser Therapie war die Tatsache, dass das Protein Interleukin-1 (IL-1) einen wesentlichen Faktor bei der Entwicklung von Arthrose und dem Abbau von Knorpelsubstanz spielt. Zur Arthrosetherapie eignet sich deshalb der natürliche Gegenspieler Interleukin-1-Rezeptorantagonist (IL-1Ra). IL-1Ra wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd und knorpelschützend.

Bei Arthrose kommt es zu einer Entzündung im Gelenk bzw. der Wirbelsäule. Der Stoff, der bei diesem Entzündungsprozess eine entscheidende Rolle spielt, ist Interleukin-1 (IL-1). Interleukin-1 (rote Kugeln) schädigt und zerstört die Gelenkzellen, indem es die Rezeptoren besetzt.

 

Interleukin-1-Rezeptorantagonist (blaue Kugeln) stoppt die Entzündung. Ist die Konzentration von IL-1Ra im Gelenk höher als die von IL-1, dockt der Arthrosehemmstoff IL-1Ra an die Rezeptoren der Gelenkinnenhaut an. Damit blockiert der Orthokin-Wirkstoff den Zugang von Interleukin-1 (rote Kugeln) zu den Gewebezellen und macht es unschädlich. Die Gelenkzellen werden geschützt. Die Arthrose kann sich nicht weiter ausbreiten.

 

Der Arthroshemmstoff Interleukin-1-Rezeptorantagonist (blaue Kugel) hat die Rezeptoren der Gelenkzellen besetzt und schützt sie damit vor dem aggressiven Interleukin-1 (rote Kugel). Die Entzündung kommt zum Stillstand.

 

Das Verfahren

Bei dem Orthokin-Verfahren wird dem Patienten mit einer Spezialspritze etwas Blut abgenommen. Sofort beginnen die weißen Blutzellen den in geringer Konzentration im Blut vorkommenden Arthrosehemmstoff Interleukin-1-Rezeptorantagonist (IL-1Ra) zu produzieren: Die Konzentration des Wirkstoffs erhöht sich bis zu 140fach. Ohne jeglichen weiteren Zusatz wird IL-1Ra im Labor gewonnen und in Ampullen abgefüllt. Anschließend kann die Spritzentherapie mit in der Regel sechs bis acht Injektionen beginnen.

 

1. Venöse Blutentnahme mit der  EOT-Spezialspritze

2. Immunproteine bilden sich im Inkubator bei 37 Grad.

3. Angereichertes autologes Serum wird durch Zentrifugieren         von den Blutzellen getrennt und gewonnen.

4. Intraartikuläre Applikationin 6 -8 Injektionen, die ein-                     zweimal pro Woche verabreicht werden.   

Häufige Fragen zur Orthokin -Therapie

Studien zur Orthokin - Therapie

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